Nach dem Fall des Eisernen Vorhanges rückte auf den Höhen des Böhmerwaldes mit dem Schwarzenbergischen Schwemmkanal ein bis dahin eher verborgenes kleines Weltwunder in das Blickfeld des neuen Europa: "Das (s)achte Weltwunder" ...
Lange vor dem Rhein-Main-Donau-Kanal wurden mit diesem Gerinne "die in die Nordsee und in das Schwarze Meer strebenden Wasserläufe Mitteleuropas verbunden".
Der Vater dieser Pioniertat war Joseph Rosenauer, ein in Schwarzenbergischen Herrschaftsdiensten stehender Forstingenieur.
Durch ein ausgeklügeltes System von Stauweihern, Bächen, Durchlässen und Schleusen gelang es ihm, die kontinentale europäische Wasserscheide zu überwinden. Von dort strebten die Holzscheiter "mit Schauder erregendem Getöse" durch die Steilstufe in der Morau - neben dem Hirschbergtunnel eine der beiden Hauptattraktionen am Kanal - der Großen Mühl zu. Hier finden Sie die Schwemmkanal-Radtour zum Download Schwemmkanal-Wanderrunde (12,8 km) zum Herunterladen
Den Schwemmkanal erleben ...
... bei den Schauschwemmen
Die Scheiter wurden zur Zeit der Schneeschmelze geschwemmt, 700 Triftarbeiter waren auf dem 52 km langen Stück rund um die Uhr im Einsatz. 1823 trieben die ersten Scheiter im künstlichen Wassergerinne zur Großen Mühl, 1916 die letzten. Insgesamt wurden so ca. 8 Millionen Raummeter Holz auf wahrhaft ökologische Art transportiert.
Entlang des gesamten Schwarzenbergischen Schwemmkanals führt heute ein beschilderter Wander- und Radweg (mit einem durchschnittlichen Gefälle von 0,2 %), der dreimal die Grenze wechselt. So lernen Sie diese bedeutende österreichisch-böhmische Kulturerbe auf sehr angenehme Art kennen. Schauschwemm-Termine Service: Busfahrt mit Radtransfer