Der Turm
Auf dem Weg zur Kirche steht der mächtige, in den letzten Jahren schön renovierte, prächtige Turm. Dieser älteste Profanbau des Ötztales ist erstmals im Jahre 1378 als Besitz der Herren von Überrhein erwähnt.
Spätestens ab dem Jahre 1550 ist der Turm als Verwaltungssitz und Depotstelle für die chiemseeischen Güter, im Besitz der Familie Rott in Verwendung. Nach wechselvollem Besitz und verschiedensten Nutzungen als Wohnung, Schule, Kindergarten und Depot beherbergt der Turm nach einer sorgfältigen Generalsanierung das Turm Museum und die Bücherei.
Das Museum beinhaltet die Sammlung des Oetzer Galeristen Hans Jäger, deren Schwerpunkt die alpine Landschaftsmalerei zum Raum Ötztaler Alpen ist. Ebenso ist eine bleibende Ausstellung dem in Sautens geborenen Bildhauer Matthias Bernhard Braun gewidmet. Ständige Wechselausstellungen aus dem Fundus von Hans Jäger bringen Leben in das Haus.
Trotz reger Bautätigkeit seit dem Zweiten Weltkrieg und trotz dem spürbaren Wunsch nach zeitgemäßem Wohnen blieb im alten Oetz glücklicherweise noch vieles unversehrt erhalten. Besonders malerisch ist der architektonisch unverfälschte Kern des alten, enggebauten Haufendorfes
Ötzidorf-Stuibenfall - Farst bei Umhausen
Leben, Wohnen und Wirtschaften in einer kleinen Dorfgemeinschaft, zur Zeit Ötzi´s. Das Ötzidorf, ein 9000m² großer archäologischer Freiluftpark
liegt unterhalb des Stuibenfalls und soll den Besucher in die Periode der Jungsteinzeit zurückversetzen und Einblick über das mögliche Alltagsleben zu Ötzi´s Zeiten geben.
Der Stuibenfall ist Tirols größter und schönster Wasserfall. 150 m stürzt er in die Tiefe und erzeugt bei Sonnenschein ein herrliches Farbenspiel.
Farst ist wohl die steilste und gewagteste Ansiedlung im Tal. Von unten gesehen meint man, die Bauernhöfe müssten am Hang festgebunden sein. Von oben (1.500 m) genießt man einen herrlichen Panoramablick
Ötztaler Heimat- und Freilichtmuseum
Das Museum in Lehn bei Längenfeld lässt den bäuerlichen Lebensraum und Lebensstil und seine Arbeitswelt im Tal bis in die 50er Jahre des 20. JHs
Der Kern des Museums ist ein Paarhof mit einem Vorrats-Speicher.
Im sozialen Kontrast zum behäbigen Mittelflurhaus steht das geblockte Seitenflurhaus.
Der Komplex wird ergänzt durch landwirtschaftliche Anlagen,
betrieben durch die Wasserkraft des Lehnbaches.
Eine reiche Sammlung an verschiedensten Geräten vervollständigt
die Dokumentation einer vergangenen bäuerlichen Lebens- und Arbeitswelt.
Geo- und Natur-Lehrpfad Forchet bei Sautens
Der Forchet, ein weitläufiges, bewaldetes Bergsturzgelände, eine einzigartige, vom Menschen nur unwesentlich veränderte Landschaft, die bis heute jeder Kultivierung trotzte. Der Wandersteig ist gut markiert, die Wege leicht begehbar, entsprechende Rastplätze laden zum Ruhen, Beobachten und Mitdenken ein.
Die höchste Panoramastraße der Ostalpen ist 13 km lang und führt von Sölden bis zu den Ötztaler Gletschern Rettenbach- und Tiefenbachferner in 2.800 m Höhe.