Im Auftrag von Kaiser Maximilian I. gestaltete Nikolaus Türing der Ältere den ursprünglichen Erker in den Jahren 1494-1496 in eine Hofloge mit gotischen Gewölben um, damit von hier aus die am Platz davor veranstalteten Turniere und Schauspiele beobachtet werden konnten.
Der zweigeschoßige Erker ist 16 m breit und das Dach selbst 3,7 m hoch und mit ca. 2.600 vergoldeten Kupferschindeln geschmückt - davon leitet sich der Name ab! Unter dem Dachrand befindet sich ein Fries mit zahlreichen Tierdarstellungen. Die Brüstung der Loggia ist mit zahlreichen Reliefs geschmückt,die u.a. Kaiser Maximilian I. mit seinen Gemahlinnen Maria Bianca Sforza und Maria von Burgund und Moriskentänzern zeigen - ein Werk von Nikolaus von Türing.
Die gemeißelten Wappenreliefs in der unteren Reihe an der Frontseite sind ein Werk von Gregor Türing und stellen die Wappen von Österreich, Ungarn, den Doppeladler des Reiches, den Königsadler, Burgund und Mailand und seitlich die Wappen der Steiermark und Tirols dar.
Die Wandgemälde von Jörg Kölderer zeigen zwei Bannenträger mit den Fahnen des Reiches und Tirols. Die Originale des Reliefs befinden sich im Tiroler Landesmuseum Ferdinadeum.
Öffnungszeiten
Mai - September:
MO - SO: 10.00 - 18.00
Oktober - April:
DI - SO: 10.00 - 17.00
MO geschlossen
Schloss Ambras
Schloss Ambras, weithin sichtbar oberhalb von Innsbruck gelegen, zählt zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Landeshauptstadt.
Seine kulturhistorische Bedeutung ist untrennbar mit der Persönlichkeit Erzherzog Ferdinands II. (1529-1595) verbunden, der als echter Renaissancefürst die Künste und Wissenschaften förderte. Er begründete die prachtvollen Ambraser Sammlungen, zu deren Unterbringung er im Bereich des Unterschlosses eine nach modernsten Kriterien konzipierte Museumsanlage errichten ließ.
In der heutigen Ausstellung wird versucht, des Erzherzogs Kunst- und Wunderkammer, seine Heldenrüstkammer und Rüstkammern sowie sein Antiquarium zu rekonstruieren. Im Hochschloss befanden sich zu Ferdinands Zeiten die Wohnräume. Heute ist dort auf drei Stockwerke verteilt die Habsburger Portraitgalerie mit Bildnissen von Albrecht III. (1349-1395) bis Kaiser Franz I. (1768-1835) zu sehen. Ausgestellt sind mehr als 200 Bildnisse, unter ihnen wertvollste Arbeiten bekannter Künstler wie Lukas Cranach, Anton Mor, Tizian, van Dyck und Diego Velásquez. Im Erdgeschoß des Hochschlosses ist die Sammlung spätmittelalterlicher Bildwerke untergebracht, deren Prunkstück der Georgsaltar Kaiser Maximilians I. ist.
"Glockenmuseum" & Glockengießerei Graßmayr
Den Hauch des alten Handwerks verspürt man beim Besuch im "Glockenmuseum"...
das eine besondere Kombination aus Glockengießerei, Glockenmuseum und Klangraum darstellt.
Diese interessante Vernetzung wurde mit dem "Österreichischen Museumspreis"
ausgezeichnet.
Die Glockengießerei:
Seit 14 Jahren gießt die Familie Graßmayr Glocken für die ganze Welt. 400 Jahre Erfahrung, Geschichte und Tradition. In der Gussstube werden nach alter Handwerkskunst Glockenformen aus Lehm modelliert.
Das Glockenmuseum:
Vom Erz zur Glocke. In diesem Teil des Museums machen wir Sie vertraut mit dem Werdegang einer Glocke und deren Entwicklung in der abendländischen Kultur.
Der Klangraum:
Mystik im Klangraum. Wir laden Sie zu einem akustischen Erlebnis ein.
Glockentöne werden sichtbar, hörbar und fühlbar. Probieren Sie selbst.
Führungen nach vorzeitiger Anmeldung.
Öffnungszeiten
Montag - Freitag 09.00 Uhr - 17.00 Uhr
Samstag (Mai bis September und Dezember) 09.00 Uhr bis 17.00 Uhr
ganzjährig geöffnet
Sonn- und Feiertage geschlossen
Eintritt/Person: EUR2,50 - 4,00 Schüler in Begleitung einer Lehrperson und Kinder bis 14 Jahre 2 Euro.
kostenlos mit Innsbruck Card!!!